Städtisch gewollte Naziübergriffe bei Verrückten – Demo

Polizeiübergriff auf einen Gegendemonstrant

Bild: Polizeiübergriff auf einen Gegendemonstrant, c Holger John

Am 24.1. riefen Verschwörungstheoretiker um Konstantin Stößel (Hauptorganisator der Montagswahnmachen) zur PEGADA – Demo auf. Etwa 600 – 700 Menschen folgten diesem Aufruf, unter ihnen Hooligans von HoGeSa und regionale Nazis aus der NPD.
Schon auf dem Bahnhofsvorplatz konnte man nicht mehr erkennen, wer zu welcher Veranstaltung gehörte. Hier hätte der Ordnugsbehörde und der Erfurter Polizei auffallen können, dass ihre Planungen irgendwie nicht klappen werden. Aber in Erfurt, als thüringisches Dresden, ist halt jede Demo willkommen außer Demos, die Antisemiten, rechten Hools und Nazis klare Kante zeigen. Ein Teil des Problems sitzt in der Erfurter Ordnungsbehörde und hat so gar keine Ahnung vom Versammlungsrecht und was man da so machen könnte. Dazu kommen wir aber später, welche Arbeitsstelle für die betreffende Person besser geeignet wäre.

Sprechen wir erst einmal über einige verwirrte Angestellte der Erfurter Polizei, bereits öfter ihre Inkompetenz im Umgang mit rechten Mobilisierungen unter Beweis gestellt hat und das wahrscheinlich auf weiterhin tun wird.
Erst durch diese Inkompetenz war es überhaupt möglich, dass etwa 40 Nazi – Hools Gegendemonstrant*innen angreifen konnten. Den Einsatzleiter könnte man auch im Bereich Verkehrsberuhigung einsetzen. Auch den Erfurter Staatsschutz könnte man dahin versetzen – Umverteilung fetzt!
Als die Demo der verrückten Zombies loslief, haben sich engagierte Gegendemonstrant*innen gedacht: „LOVE TO BLOCK!“.
Die erste Blockade in der Bahnhofsstraße hat wunderbar funktioniert – in erster Reihe das entholzte Banner mit dem Schwur von Buchenwald – sodass der Demozug der Montagswichtel umdrehen musste. Hier hätte man auf die verrückte Idee kommen können, der Querfront-Demo eine Standkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz gestatten zu dürfen. Statt direkt in Richtung Anger ging es nun also in Richtung Stadtring.
Da dachten sich einige engagierte Gegendemonstrant*innen: „LOVE TO BLOCK!“
Die netten Leute von der staatlichen Ordnungsmacht aber fanden das nicht so gut – Reichsbürger*innen, Spinner, Antisemiten, Nazis und die restlichen „besorgten Bürger“ müssen ja durch die Gegend laufen können. Wie üblich setzten die Uniformierten zur ausgiebigen Diskussion der unterschiedlichen Standpunkte…sie haben also das Pfefferspray ausgepackt und verteilt. Ohne Verpackung versteht sich.Dumm nur, dass dabei eine Landtagsabgeordnete der Grünen was abbekommen hat, naja nobody is perfect.
Über die Notwendigkeit dieser Aktion (abgesehen vom generellen „PFEFFERN IST HALT SCHEISSE“) sollte nochmal scharf nachgedacht werden: Warum muss ich als Polizist*in Leute, die am Boden sitzen, besprühen, wenn drei Meter weiter meine Kolleg*innen die Leute vom Boden aufheben und zur Seite schieben, um einen Spalier für die komischen Verschwörungsleute zu bauen? Ach, nicht so wichtig. *sprüh* “
Im Folgenden verliefen Demo, Gegendemo und Aktionen der Polizei nach einem sich wiederholenden Muster: „LOVE TO BLOCK“, Polizeigewalt, rechte Parolen, die frei raus skandiert werden, ohne dass es die „Demokratieschützer“ von der Staatsgewalt interessiert hätte.
Schließlich kamen die Verschwörungstheoretiker, rechte Hools und Nazis doch durch den Bahnhofstunnel auf dem Willy – Brandt – Platz an.Kaum aufmarschiert, konnten dann erstmal lokale Nazis die „Lügenpresse“ unter den Augen der Polizei bedrohen. Da hat die Erfurter Polizei wohl aus Dresden und Leipzig nichts gelernt. Und wieder: Nobody is perfect. Es ist schon überraschend, dass Nazis ziemlich ungestört Jagd auf die vermeintliche „Lügenpresse“ machen dürfen. Wie gesagt, Umverteilung wäre angebracht.
Das Fazit des Tages haben wir eigentlich schon benannt. Die Ordnungsbehörden und die Polizei haben eine erbärmliche Show abgeliefert, konsequent auf die eingeschlagen, die etwas gegen faschistische, antisemitische, nazistische und idiotische Stimmungsmache haben und vor allem: Sie haben gewalttätige Nazis frei agieren lassen.
Dafür müssen die Verantwortlichen der Ordnungsbehörden zur Rechenschaft gezogen werden. Aber auch dafür haben wir einen Lösungsvorschlag: Im Landtag gibt es so einen Innenausschuss, da sollten die Verantwortlichen für dieses Desaster vom 24. Januar dringend mindestens eine Runde gegrillt werden und anschließend versetzt werden. Irgendwohin, wo sie weniger Schaden anrichten können. Das Garten- und Friedhofsamt soll schön sein. Vielleicht können dann sinnvollere Menschen sich darum kümmern, was passiert wenn Nazis, Faschist*innen und Idiot*innen durch die Stadt marschieren wollen.
Bis dahin: Wir kommen wieder – keine Frage. Es bleibt dabei: LOVE TO BLOCK!
Unter diesem Link findet ihr regionale Naziteilnehmer*innen der PEGADA – Demo, wie sie am Bahnhofsvorplatz eine*n Journalistin*en bedrohen,selbstverständlich unter den Augen der Polizei.

Und hier findet Ihr ein Video,in dem sieht das die Gewalt von organisierten Nazi – Hools ausging!