Veranstaltung: Flucht aus Kobané

Kobane_flyer

Im September haben die Schergen des Islamischen Staates (IS) mit einer Großoffensive die kurdische Stadt Kobanê angegriffen. Kobanê gehört zum Gebiet Rojava (Westkurdistan/Syrien). In Rojava finden seit zwei Jahren den Aufbau von basisdemokratischen Strukturen, bei denen alle ethnischen, religiösen und politischen Gruppen gleichberechtigt sind, statt. Für den IS sind solche Strukturen Gottesbeleidigung und müssen, ihrer Ansicht nach ausgerottet werden. Seit dem Vormarsch des IS im Irak und der Eroberung von schweren militärischen Geräten war es den (durchgedrehten) Dschihadisten möglich, Kobanê anzugreifen. Seit diesem Vorstoß sind grausame Massaker an der Zivil- Bevölkerung an der Tagesordnung. Abgeschlachtete Kinder, versklavte Frauen (vor allem Jesidinnen), Massenexekutionen von Männern.
Seit dem September 2014, gibt es aber auch hartnäckigen Widerstand von Kämpfer*innen der YPG (Volksvertei- digungseinheiten) und der YPJ (Frauenverteidigungs- einheiten) in Kobanê. Durch ihren Widerstand ist Kobanê zum Beispiel Vorbild geworden, den Vortstoß des IS aufzuhalten.
Über die Situation in Kobanê berichtet ein Flüchtling aus Kobanê.
Übersetzt wird von Ercan Ayboga (Kulturverein Mesopotamien).

Datum: 15. Januar 2015
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Uni Erfurt // Raum wird ausgeschildert